Januar 26, 2012 in Nachrichten

Liebe Freunde des guten Geschmacks, es ist an der Zeit über den Tellerrand der frisch zubereiteten Nahrung hinwegzuschauen und sich auch mal den Produkten zu widmen, die ihren Weg von der Tiefkühltruhe über die Mikrowelle auf den Tisch finden. Wer dachte, dass es sich hierbei ausschließlich um Produkte handelt, die weder schmecken noch gesund sein können, muss sich nun von der Stiftung Warentest eines besseren belehren lassen.

Mal ehrlich: Wer von uns greift nicht, in mehr oder minder regelmäßigen Abständen, mal zu Tiefkühl- und Fertigprodukten. Selbst dem millitantesten Gegner der Tiefkühlkost – mir – fällt es oftmals schwer, sich nach einem anstrengenden Arbeitstag noch für eine halbe Stunde in die Küche zu stellen und zu kochen. Manchmal ist der Griff in die Tiefkühltruhe einfacher, angenehmer und billiger. Wenn da nicht ständig dieses schlechte Gefühl in einem herumschwirren würde. Was haben uns unsere Eltern nicht alles über diese böse Tiefkühlkost beigebracht. Sollten sie sich getäuscht haben? Kann es vielleicht sogar sein, dass unsere Eltern uns das Leben dann doch nicht so leicht machen wollten?

Ein Test der Stiftung Warentest, auf den man mich hinwies, war es, der diese Fragen in mir aufkommen ließ. Schon die Einleitung hat es in sich. So steht hier: „Fertiggerichte sind kein Genuss? Von wegen: Im Test schmecken fünf fast wie selbstgekocht…“. Dieser Satz war es denn auch, der mich dazu motivierte, den Test trotz meiner grundsätzlichen Abneigung gegenüber diesem Thema zu Ende zu lesen.

Fünf fast so gut wie selbst gekocht“
So testete Stiftung Warentest insgesamt 24 tiefgekühlte Nudelpfannen ohne Fleisch auf Herz und Nieren. Fünf der getesteten Fertigprodukte schmeckten dabei nach Ansicht der Tester „fast so gut wie selbst gekocht“. Hierzu heißt es weiter: „Die Nudeln waren al dente, das Gemüse bissfest bis knackig, der Spinat zart, die Würzung vielfältig, das Fleisch aromatisch und zart.“ Hierbei handelte es sich um drei Frosta-Produkte sowie zwei weitere Produkte der Marke iglo.

Überwiegend ohne Zusatzstoffe“
Überraschend ist die Erkenntnis der Testredaktion, dass nur die wenigsten Gerichte Zusatzstoffe enthielten. Bei 16 von 24 Produkten konnten keine Zusatzstoffe festgestellt werden. In den anderen acht Produkten steckten Säuerungsmittel, Schmelzsalze, Stabilisatoren etc. Aromastoffe hingegen konnten nur bei drei Produkten festgestellt werden. Insgesamt elf Produkte mit guter Gesamtnote kommen ohne jegliche Zusatzstoffe aus. Ein Umstand, der selbst die Tester überraschte.

Auch auf die Frage, wie man die Nudelpfanne denn nun am besten zubereitet, hat Stiftung Warentest eine Antwort. So verglichen die Tester die Zubereitung in der Pfanne mit der Zubereitung in der Mikrowelle. Resultat: Die in der Pfanne zubereitete Mahlzeit, war oft schmackhafter als die aus der Mikrowelle. Kein Wunder: Steht der Name Bami Goreng im indonesischen doch für „Gebratene Nudeln“.

Die Testsieger des erwähnten Tests aus vier Kategorien unterdessen heißen Frosta Bami Goreng  (gut / 1,9), Frosta Hähnchen Geschnetzeltes (gut / 1,8), iglo Penne Gorgonzola (gut / 2,0) und Frosta Tortellini Käse-Sahne (gut / 1,9). Die detaillierten Testergebnisse findet ihr in der Stiftung Warentest, Ausgabe 02/2012

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